Dieser Beitrag ist Teil einer Serie: Hawaii
Show More Posts

Die grösste Insel heisst offiziell Hawaii, wird aber meistens als Big Island bezeichnet. Von Maui aus flog ich mit einem kleinen Flugzeug der Mokulele Airlines für $ 97.- nach Waimea im Norden von Big Island. Es handelt sich um einen kleinen Flughafen, den eigentlich nur Einheimische nutzen. Nun stand ich da, kein Taxi oder Bus weit und breit. Eine Frau, die ihren Mann abholte, bemerkte mich und bot an, mich ins Stadtzentrum mit zu nehmen. Zu Fuss wären es etwa 30 Minuten gewesen. Dort nahm ich dann den Bus nach Hilo. Die Fahrt dauerte etwas mehr als eine Stunde.
Das Hilo Bay Hostel erinnerte mich an einen typischen Cowboy Saloon und hatte damit einen speziellen Charme. Es war gut ausgestattet und hat eine gute Lage. Eine Nacht im 8er Dorm kostete 30 Dollar. Ich bekam erfreulicherweise ein Upgrade und durfte ein Zimmer mit zwei anderen Reisenden teilen, wo ich ein grosses Bett für mich hatte.

Akaka Falls – Black Sand Beach

Ich traf mich durch Vermittlung eines Freundes mit zwei Schweizerinnen, mit denen ich einige Tage unterwegs war. Nach dem ersten Kennenlernen bei einem üppigen amerikanischen Brunch bei Kens House of Pancakes, fuhren wir zum Akaka Falls. Leider konnte man dort nicht runtersteigen. Dafür hatten wir beim Rückweg zwei Wasserfälle entdeckt und gönnten uns eine kleine Abkühlung. Danach ging’s nach Osten zum Black Sand Beach. Es war genial, im schwarzen Sand zu stehen. Es schwammen auch einige Schildkröten im Wasser und eine erwischten wir beim Nickerchen. Den Abschluss machte der östlichste Punkt der Insel, wo das Wasser rau war und einige Surfer nach der perfekten Welle Ausschau hielten. Hier entdeckte ich auch einen der Geothermal Pools.

360°
360°

Kīlauea – Lava Flow – Mauna Kea

Am folgenden Tag fuhren wir rauf zum Kīlauea, dem aktiven Vulkan. Es war schon aufregend, den Krater entlang zu laufen. Der Aussichtspunkt ist aber doch noch weit entfernt und meine Kamera kam leider nicht so nah ran. Man konnte aber mit blossem Auge sehen, wie Lava sprudelt.
Später fuhren wir runter an die Küste, um die Lavaströme bei Nacht zu sehen. Es erforderte aber einen strengen Fussmarsch über kalte und scharfkantige Lavafelder. Jeder Schritt klang so, als ob man auf Scherben laufen würde. Wir trafen auch immer wieder Leute an, die Schürfungen hatten und bluteten, weil sie gestolpert sind. Es dunkelte auch schnell ein und mit dem schwarzen Gestein war es einfach pechschwarz. Nach der Hälfte des Weges wurde die Luft wärmer. Offenbar liefen wir da über den Lavastrom. Vom Aussichtspunkt sah man in der Ferne, wie Lava ins Meer strömte und hörte, wie das Wasser zischte. Auch wenn auch hier meine Kamera nicht so nahe ran kam, war es ein fantastisches Erlebnis, einem solchen Naturereignis beizuwohnen. Wieder um eine neue Erfahrung reicher, wofür ich dankbar bin.
Tags darauf wollten wir zum Sonnenuntergang noch auf den Mauna Kea. Unser Auto war kein 4×4, weshalb wir nicht rauffahren durften. Also stiegen wir dort auf einen kleinen Hügel. Doch Wolken beeinträchtigten die Sicht und es fing auch wieder an zu regnen.

360°
This entry was posted in Big Island, USA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.