Mit einem Sleeper Bus ging’s nun in den Süden von Laos. Im Prinzip ein normaler doppelstöckiger Bus ohne Sitze, stattdessen mit Liegeplätzen, welche aber nicht breiter als die Sitze sind. Folglich kuschelt man sich die nächsten 12 Stunden unfreiwillig an den Nachbarn. Glücklicherweise war der Bus nicht ausgebucht, sodass wir die ganze hinterste Fläche zu dritt teilen konnten. Und trotzdem ist’s ans schlafen kaum zu denken. Weil wir oben und ganz hinten lagen, spürten wir Bodenwellen nicht nur intensiver, sondern wurden auch hin und her geschaukelt. Womöglich ist es unten in der Mitte am besten. Trotzdem war’s für mich ein Erlebnis wert.

In Pakse angekommen entschieden sich meine holländischen Freunde direkt zu den 4000 Inseln weiter zu reisen. Ich wollte unbedingt Wat Phou, eine Khmer-Hindu Tempelanlage besichtigen und mietete nach dem Mittag einen Roller und fuhr auf überraschenderweise gut asphaltierter Strasse rund 40km in Süden nach Champasak. Doch kurz nach Abfahrt fing es leicht an zu regnen und ich sah auch die dunklen Wolken kommen und tatsächlich strömte es runter. Ich dachte, wenn ich weiterfahre, würde ich dem Regen entfliehen. In Wirklichkeit bewegte er sich mit mir mit. Als ich das dann mal begriff, hielt ich durchnässt unter einer verlassenen Hütte und wartete etwa 20 Minuten und siehe da, die Wolken zogen weiter, die Sonne kam wieder hervor und ich konnte mich ein bisschen an der Luft trocknen.

Ich hatte die Anlage etwas besser erhalten und grösser vorgestellt, kann mir aber vorstellen, wie schön der Ort gewesen sein müsste mit dem Berg im Hintergrund. Gut 1.5 Stunden habe ich dann hier verbracht, wo sich nur ein paar wenige Touristen sich verirrten. Irgendwo weiter im Dorf unten erklang das Gebet der Mönche und die Dämmerung setzte ein. Das war eine wunderbare Stimmung.

360°
360°
This entry was posted in Laos, Pakse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.