Reise von Chiang Rai nach Luang Prabang

Im Guesthouse Good Morning Chiang Rai hatte ich den Transfer mit Bus und Boot nach Luang Prabang in Laos für 1600 Baht (ca. CHF 45.-) gebucht. Womöglich kommt es billiger, wenn man alles selbst organisiert, aber so war’s bequemer. Es gibt einige sehr gute Beiträge wie die Distanz von etwa 253km Luftlinie oder etwa 450km Route zu bewältigen ist; über Land, oder mit dem Slowboat. Ich entschied mich für die 2-tägige Bootsfahrt, da die Fahrt mit dem Bus auf einer schlechtausgebauten Strasse scheinbar ziemlich unbequem sein sollte.
Im Minibus, der mich beim Guesthouse aufgelesen hat, habe ich gleich Leute aus Holland und Italien kennengelernt, mit denen ich dann auch die nächsten Tage bzw. Wochen verbracht habe. Bei der Grenzstadt Chiang Khong gab’s zunächst den Ausreisestempel für Thailand, bevor wir dann mit einem grösseren Bus über die neue Freundschaftsbrücke zur laotischen Seite gebracht wurden. Zu meiner Überraschung gestattet Laos Reisenden mit einem Schweizer Pass eine visumfreie Einreise für die Dauer von maximal 15 Tagen. Perfekt, da ich 2 Wochen für Laos geplant hatte. Danach ging’s zur Grenzstadt Houayxay, wo wir bald mit etwa 100 anderen Leuten in einem Slowboat den Mekong runterschipperten. Wieso im Vorfeld in verschiedenen Berichten vor der Fahrt mit einem Speedboat gewarnt wurde, zeigte sich schnell. Immer wieder ragten gefährliche Felsen aus dem Wasser, teils kaum sichtbar. Manchmal sah man dann auch Wracks.

360°

Zwei Tage lang auf dem Wasser klingt langweilig, habe aber auf diese Weise viele Reisende kennengelernt, die ich in den nächsten Tagen immer wieder angetroffen habe. Einige Kontaktfreudige setzen sich einfach zu einem hin und fangen an zu quatschen, man spielt miteinander irgendwelche mitgebrachten Spiele, oder man geniesst die Zeit zusammen mit einem kühlen Bier. Anders als die Tourenverkäufer einem verklickern, dass es auf dem Boot kein Essen und Trinken gibt und man die Verpflegung vorgängig bei ihnen oder bei befreundeten Ständen kaufen sollte, gab es Instantnudeln, Chips und verschiedene Getränke. Dennoch sollte man sich natürlich auf die 6-8-stündige Fahrt einstellen und sich um die eigene Unterhaltung kümmern.
Am Abend des ersten Tages gibt’s einen Halt im kleinen Dorf Pak Beng. Dieses ist total auf die Bootsgäste ausgelegt. Jeden Tag kommen hier Reisende an und brauchen Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeit. Wir haben uns zu dritt dann ein kleines und sehr einfaches Zimmer für 20’000 Kip (ca. CHF 2.50) genommen. Und hier im Dorf habe ich das erlebt, was in Reiseberichten zu lesen ist. Die Einheimischen rauchen gerne einen Joint und genehmen sich auch Rohopium, welchen sie einem immer gerne zum Verkauf anbieten. Sollte man dann von der Polizei erwischt werden, so sind mindestens USD 600.- Busse zu bezahlen.
Am nächsten Tag kamen wir um etwa 16.00 Uhr 10km nördlich von Luang Prabang an, wo wir mit dem Tuktuk für 10’000 Kip (ca. CHF 1.30) pro Person in die Stadt gebracht wurden. Es dachten sich natürlich alle, dass die Einheimischen uns absichtlich so weit draussen aussteigen liessen, um Geld zu kassieren, doch einen Tag später sah ich, dass der Wasserstand bei der Stadt sehr niedrig war und die Boote dort kaum hinkommen würden. Wir suchten danach eine Unterkunft und fanden schliesslich das Vongprachan Hostel für rund CHF 7.- pro Nacht. Kann ich durchaus empfehlen.

Luang Prabang

Luang Prabang ist eine charmante kleine Stadt, welche mal die Hauptstadt des Königreichs Lan Xang war. Es gibt viele hübsch eingerichtete Bars und Restaurants entlang des Flussufers und jeden Abend wird der Sisavangvong Road für den Nightmarket gesperrt. Viele Backpacker informieren sich natürlich vorgängig, wo man Leute treffen und Party machen kann. Die Bar Utopia scheint dafür sehr bekannt zu sein und sie war auch voller Ausländer. Da hier alles um etwa 23.00 Uhr schliesst, ist es üblich in zum Bowling zu gehen und weiter zu feiern. Natürlich waren dort vorwiegend junge Reisende, die sich die Kappe geben. Das Ganze war irgendwie seltsam anzuschauen und doch lustig. Da ich seit Ko Phangan eine stabile Verdauung habe, hatten wir zu Abendessen verschiedene laotische Gerichte, die wirklich sehr scharf gewürzt waren und dabei hatten wir auch Muscheln. Die wollten bei mir beim bowlen dann wieder vorne raus. Scheinbar vertrage ich leider keine Muscheln mehr.
Tags darauf besuchten wir nach einem wohltuenden Frühstück den Mount Phousi, von wo man einen herrlichen Ausblick über die ganze Stadt und die Umgebung hat. Ansonsten gibt es nur wenige Dinge, die man hier machen kann. Es gibt einige kleinere Höhlen zu entdecken, man kann mit einem Velo in der Gegend rumkurven, den Königspalast und einige Tempeln besichtigen, oder einen der Wasserfälle besuchen. Wir entschieden uns für den bekannten Kuang Si Waterfall, welcher etwa 30km südlich der Stadt befindet. Das Wasser hat eine wundervolle blaue Farbe und ist saukalt. Da wir recht spät unterwegs waren, trafen wir nicht viele Touristen an. So genossen wir einen schönen Aufstieg zum Anfang des Wasserfalls und nahmen auch ein erfrischendes Bad in einem der Pools.

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One thought on “Luang Prabang

  • Phil 20. März 2017 at 16:24

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