Nach einigen wenigen Stunden Busfahrt kam ich mit einem Longtail Boat auf der Insel Don Det an, einer der sogenannten 4000 Inseln, wo ich meine holländischen Freunde wieder traf. Hier an der Grenze zu Kambodscha geht nämlich der Mekong bis zu 14 Kilometern in die Breite, wodurch eben diese meist unbewohnten Inseln zu finden sind. Don Det wird vorwiegend von Backpackern besucht, die unterwegs nach Kambodscha, oder von dort nach Laos reisen. Die meisten Reisenden, die im Norden Laos starten, zieht es meistens nicht soweit in den Süden, so dass hier noch nicht überfüllt ist. Man kann hier ein Velo mieten und durch die Gegend fahren, einige Wasserfälle besichtigen oder Kayak fahren. Den Rest der Zeit verbringen die Leute hier mit relaxen und nichts tun.

Wir übernachteten im eher vornehmen Mama Leurth Sunset Guesthouse in einem 4er Zimmer für 40’000 Kip (ca. CHF 5.-) pro Person pro Nacht. Als wir an meinem ersten Tag ein Velo mieten wollten, begann es zu regnen, sodass wir den ganzen Tag in der Bar Mama Thanon entspannten. Viele der Bars und Restaurants hier haben Bodensitz- und Liegeplätze. Bei einigen gibt’s Hängematten. In Adam’s Bar kann man auch zahlreiche Filme wählen und zusammen anschauen.
Tags darauf haben wir eine Kayak Tour gebucht für 190’000 Kip (ca. CHF 24.-). Und so war der Ablauf:

  • Kostenlos Frühstücken
  • Kayak fahren
  • den Wasserfall Khon Pa Soy besichtigen
  • Kayak fahren
  • Mittagessen auf einer in Kambodscha liegenden Insel
  • Kayak fahren zum Ort, wo man hoffte die seltenen Irawadidelfine zu sehen
  • Autoverlad zum Khon Phapheng Wasserfall, dem grössten in Südostasien
  • Gelegenheit beim Pier in Nakasang Geld abzuheben
  • zurück nach Hause Kayak fahren

Kayak fahren war teilweise anstrengender als es zunächst den Anschein machte. Wenn zwei nicht genau wussten wie, kamen sie einfach nicht vorwärts. Ich kam in den Genuss, dass ein Guide mit mir gefahren ist. So konnte ich auch mal Bilder und Videos machen. Auf dieser Tour haben wir dann auch viel Leute kennengelernt, mit denen wir am Abend alle noch auf ein Bier in Adam’s Bar getroffen haben.

360°
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Am folgenden Tag sind dann auch die meisten dann weitergezogen, auch meine holländischen Freunde, mit denen ich knapp zwei Wochen unterwegs war. Ich nutzte danach die Zeit um weiter am Blog zu arbeiten, was nicht ganz einfach war, weil die Internetgeschwindigkeit hier nur sehr langsam ist. Bilder und Videos hochladen dauerte dann mal einige Tage.
Ich bin in einen Bungalow umgezogen, der mich 16’000 Kip (ca. CHF 2.-) pro Nacht gekostet hat, einfach ausgestattet, mit Moskitonetz, Ventilator, «kaltes» Wasser und manueller Klospülung. Wer braucht denn schon mehr?
Eines noch zum Schluss. Wer hier auf Don Det war, wird früher oder später einen Einheimischen namens Kent treffen. Er hatte früher in Adam’s Bar gearbeitet und hat nun eine eigene Tour Office. Zukünftig möchte er eine Bar eröffnen mit tollen Cocktails. Mit ihm und auch andere Locals hatte ich tolle Gespräche.

Fazit

Laos ist ein wunderschönes Land, welches noch völlig vom Tourismus verschont ist. Lediglich Rucksackreisende bereisen es. Ich wusste rein gar nichts von Land und Leute und bin positiv überrascht. Mir gefiel, dass dadurch, dass das Land nur etwa 6.5 Millionen Einwohner hat, kein Verkehr und Chaos herrscht wie in den Nachbarländern. Die Leute sind auch viel entspannter, manchmal zu easy-going. Aber hey, wo findet man das noch? Laos ist überzogen von Bergen und Hügeln, was sich sehr für schöne Wandertouren eignen würde, jedoch wurde das Land zur Zeit des Vietnamkriegs von den US-Amerikanern so stark bombardiert, dass noch viele Blindgänger im Osten des Landes herumliegen. Ich hoffe, dass Laos mit internationaler Hilfe diese Kriegsspuren beseitigen und atemberaubende Natur bieten kann.

Danke Laos für die Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Khop chai!

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One thought on “Don Det

  • Johnk921 8. Mai 2017 at 6:22

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