Als drittgrösste Stadt Japans und Industrie- und Handelszentrum, war Osaka Ziel von mehreren Flächenbombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Über 9’000 Tonnen Bomben, vorwiegend Brandbomben, wurden abgeworfen, welche die Häuser aus Holz und Papier völlig zerstörten. 2009 war die Stadt nach Tokio Zweitteuerste Stadt der Welt und ist ein Gegenpol zu Tokio selbst.

Kaiyūkan

Das Kaiyūkan ist eines der grössten Aquarien der Welt und beherbergt mehr als 580 Tier- und Pflanzenarten unter anderem den Mantarochen und den Walhai. Es war ein schöner Ort, um dem Regen zu entfliehen. Ausserdem habe ich noch nie einen Walhai gesehen. Riesige Freude hatte ich damit, einen kleinen Hai und kleine Rochen anzufassen. Etwas ganz Neues für meinen Tastsinn.

Dōtonbori

Dōtonbori ist ein beliebtes Ausgeh- und Unterhaltungsquartier im Zentrum der Stadt am gleichnamigen Fluss. Alles leuchtet hier in Neon und der Duft von leckeren Spezialitäten strömt durch die Gassen. Hier hatte ich den besten Okonomiyaki meines Lebens. Irgendwie ist der Geschmack beim Japanischen Essen einfach so intensiv und klar. Auch das Zusammenspiel verschiedener Geschmacksrichtungen ist perfekt. Ich kann es gar nicht wirklich beschreiben.
Es war ein Muss für Hiromi und mich uns in einen Purikura zu begeben, wo man kostenlos Kostüme anziehen und lustige Fotos machen kann. Dabei kann man seine ganze Kreativität freien Lauf lassen und locker über eine Stunde dort verweilen. Leider war alles auf Japanisch, so dass wir gar nicht recht wussten, wofür die einzelnen Schaltflächen stehen, hatten aber trotzdem viel Spass beim Ausprobieren. Solche Automaten sind eindeutig für junge Frauen ausgelegt mit grossen Spiegeln, wo sie sich schminken und für die Aufnahmen schick machen können. Die Fotomaschine vergrössert die Augen und hellt die Haut auf, damit der Kawaii-Effekt oder Manga-Effekt entsteht, was man auch aus gewissen Apps kennt.

Kōbe

In Kōbe habe ich Hiromis Vater kennengelernt. Er begleitete uns zum Hafen, wo die Überreste vom grossen Erdbeben 1995 zu sehen waren. Mit einer Stärke von 7,2 der Richterskala zerstörte es grosse Teile der Stadt, rund 6’500 Menschen starben, über 40’000 wurden verletzt und 300’000 obdachlos. Ich mag mich nur noch wage erinnern, davon gelesen zu haben. Kōbe ist heute noch eine bedeutende Hafenstadt, aber vor allem für den Kōbe-Beef bekannt. Ich habe mir natürlich eine Portion gegönnt und es war auch wirklich gut und richtig saftig. Ob ich den Unterschied zu einem normalen Rindfleisch gemerkt hätte, wage ich allerdings zu bezweifeln. Auf meiner Reise durch Japan bin ich sowieso mehr auf Fisch und Meeresfrüchte aus.

Wir besuchten dann die ehemalige Ausländersiedlung Kitano, wo wir lustige Bilder im 3D Trick Art Museum gemacht haben und ich kam am Abend in den Genuss zum ersten Mal ein Baseball Game zu sehen, wo das Osaka Team Hanshin Tigers gegen den grossen Meister aus Tokio, die Yomiuri Giants antraten. Dafür schmissen wir uns in Fan-Shirts und übten den Hanshin Tigers Move: «Grrawww»!

360°
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